MYOC - Make your own clothing (and save the world :-)


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Shirt und Hose aus eigener Fertigung 2017.
Aus Begeisterung für Outdoor-Touren mit Liegerad und Kajak habe ich mir nicht nur Liegeräder und Kajaks gebaut, sondern auch die benötigte Ausrüstung dazu. Und da kommt man sehr schnell zum Nähen:
neuere Projekte: Hängematte, Biwakzelt und so Zeug...
Faltboote...
ältere Ausrüstungsprojekte
Eigenbau-Liegeräder
Packtasche fürs aktuelle Alltags-Lasten-Rad
Da ist die Nähmaschine halt immer eine gute Ergänzung der Möglichkeiten. Überwiegend robuste Stoffe habe ich da verarbeitet, bis hin zu LKW-Plane. Einige Nähversuche für Bekleidung kamen dazwischen, ein paar Teile waren dabei gelungen, viele nicht.
Also warum nun Alltagsklamotten? Weil ich besondere Anforderungen an meine Bekleidung entwickelt habe. Weil sich dabei Upcycling betreiben lässt. Weil es nachhaltig ist. Weil es ethisch und ökologisch verträglich ist. Weil diese globalisierte Massenmarkt-Wegwerfmode für mich nicht funktioniert. Weil ich keine Plastikstoffe mehr tragen will. Weil ich es können will. Und weil es entspannt :-)
Meine selbstgenähten Klamotten haben auch heute noch überwiegend Outdoor-Qualitäten. Sie müssen sich zum Radfahren und Wandern eignen, auch bei schlechtem Wetter. Da ist Wolle für mich eine echte Entdeckung. Jedenfalls naturbelassene Wolle, nicht dieses plastizierte Zeugs aus der Sportbekleidung. Und Lodenstoffe aus gebraucht erstandenen Trachtenmänteln, aus denen ich einige schöne Stücke gefertigt habe. Die sind auch bei Regen viel besser als moderne Membranstoffe.
So wie Wolle für kühleres Wetter eine Wiederentdeckung ist, so ist es Leinen für den Rest des Jahres. Und auch dieses gibts als hochwertige Altbestände. Altes handgewebtes Leinen, ganze Ballen, oder günstige Reststücke, sind leicht zu beschaffen. Sie eignen sich gut für Hemden und Hosen.

2018

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08. April: Kurzarmhemd


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Das Kurzarmhemd ist im Aufwand stark reduziert. Keine Brusttasche, keine Ärmelschlitze, keine Manschetten, keine angesetzten Knopfleisten, kein Kent-Kragen. Dadurch war das schon nach 4 Stunden fertig, Zuschnitt inclusive. Ausserdem sieht es sehr 'clean' aus. Ich hatte auch nur ein Stück Feinleinen 2,80m x 78cm mit ein paar kleinen Fehlstellen zur Verfügung, das hat gerade so gereicht.
Änderungen gegenüber bisherigen Hemden:
-Unterer Saum 30mm kürzer. Dadurch sieht es 'aus der Hose' getragen besser aus.
-Quetschfalte weggelassen, dadurch 8cm weniger Umfang. Auch das sieht 'aus der Hose' getragen besser aus.
-Kurze Ärmel, Saum 25mm breit, 2x nach aussen umgeschlagen und knappkantig abgesteppt.
-Knopfleisten nicht angesetzt, sondern Vorderteil-Zuschnitt hier um 20mm verbreitet.
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Vorgehensweise:
1. Knopfleisten 15mm nach innen bügeln und per Zickzack die Schnittkante gegen den darunterliegenden Stoff nähen. Dann nochmal 20mm nach innen bügeln und an der Aussenkante entlang knapp absteppen (siehe Foto oben). Die Innenkante steppe ich hier nicht ab, das ergibt einen cleaneren Look. Die Knöpfe und Knopflöcher halten das auch so zusammen.
2. Den unteren Saum zwei Mal um 10mm einschlagen und knappkantig absteppen entspr. Originalanleitung.
3. Rückenteil mit Schulterbesätzen verbinden entspr. Originalanleitung.
4. Vorderteile mit Schulterbesätzen verbinden entspr. Originalanleitung.
5. Stehkragen einsetzen.
6. Ärmel einsetzen entspr. Originalanleitung.
7. Knopflöcher fertigen und Knöpfe annähen.

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06. April: Hemdkragen

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Mit Kragen habe ich gerade erst angefangen, und ich habe andere Vorgehensweise gesehen. Eine davon ist, den Kragen mit Kragensteg komplett vorbereitet an den Halsausschnitt anzusetzen. Dann muss das aber auch alles genau passen. Bei meiner Vorgehensweise kann ich alle Zuschnitteile auf den Halsausschnitt anpassen, in dem Moment, wenn ich sie anbringe.
Hier mal meine aktuelle Vorgehensweise, abgeleitet vom Stehkragen meines Probehemds (guckt zuerst hier):
1. Äusserer Kragensteg rechts auf rechts an den Halsausschnitt vom Hemd annähen. Nahtzugabe zurückschneiden auf 8mm. Kragensteg nach oben bügeln.
2. Verlängerungslinie von den Knopfleisten an den Kragensteg anzeichnen. Nahtzugabe an der oberen Zuschnittlinie des Kragenstegs anzeichnen, da wo sie die Verlängerungslinien kreuzen. Die Länge zwischen diesen Linienkreuzen Minus 4cm ergibt die Kragenlänge an der Nahtlinie.
3. Kragenteile in passender Länge links auf links vernähen, untere Kante offen lassen. Beischneiden, wenden, Spitzen ausarbeiten und bügeln.
4. Am inneren Kragensteg die untere Kante an der Nahtlinie nach innen bügeln.
5. Alles zusammenstecken: Kragen rechts auf rechts auf den äusseren Kragensteg. Da drauf den inneren Kragensteg, rechte Seite nach innen. Dann alles zusammennähen wie im Foto oben. Nahtzugabe zurückschneiden auf 8mm.
6. Wenden, bügeln, ausrichten, zusammenstecken und von aussen an der unteren Kante des Kragenstegs zusammennähen.
7. Kragen nach unten falten und bügeln. Er sollte etwas über dem Kragensteg gefaltet werden.

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04. April: Neuer Stoff

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Mal wieder auf ebay geshopped: Altes Leinen für neue Klamotten.
Rechts vier Bettlaken aus den 1930er Jahren, maschinengewebt, unbenutzt, eine leichte Qualität. Der Stoff fühlt sich hart und kühl an. Die Fasern wurden halt noch nicht viel bewegt. Daraus mache ich vier Hemden.
Links vier Abschitte aus einem Ballen von je 2 Metern Länge und 80cm Breite, etwas stärkere Qualität, aber fühlt sich weich an. Daraus mache ich eine Hose und eine Jacke.

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26.-28. März: Weitere Leinenprojekte: Hose, Flatcap und Weste


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25. März: Leinenhemd


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Ein Hemd an einem Tag, das hatte ich auch noch nicht. Aber da die Vorgehensweise mir gerade noch frisch vor Augen lag, lief es wie am Schnürchen.

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20. - 24. März: Probehemd

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Ein weiteres Projekt für den Sommer: Ein Probehemd aus günstiger Baumwolle.
Probehemd? Naja, ich denke da im Anschluss an ein paar Hemden aus altem Leinenstoff. Ein Ballen ist schon auf dem Weg, wobei noch nicht klar ist, ob das für Hemden fein genug ist. Ausserdem gibts einen Vorrat von über 250 alt/unbenutzten Perlmuttknöpfen in Hemdknopfgröße in Weiß, Natur und dunkleres Grau. Die waren auf Ebay sehr günstig. Kein Anlass also, Plastikknöpfe zu kaufen.
Der Schnitt ist der Burda 04/2013 #137 Herrenhemd mit Quetschfalte. Oben links das fertige Hemd mit Bart und Bauch, rechts die Zuschnitte für die größeren Teile.

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06. - 11. März: Leinenhose

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Jetzt sind ein paar Winterklamotten fertig geworden, aber der Sommer steht vor der Tür. Zeit, sich um passende Kleidung zu kümmern. Bei durchschnittlichen Temperaturen kann ich vorhandene Sachen tragen, wie z.B. die Jeans. Nur wenn es wärmer wird, wäre das zu warm. Leinen soll ja dann angenehm zu tragen sein. Also muss eine Leinenhose her (und Leinenhemden später vielleicht auch).
Grundlage ist das Schnittmuster für eine Bundfaltenhose Burda 03/2013 #7022, das man für 4 Euro als Download zum selber ausdrucken bekommen kann. Das stellt zwei Varianten bereit: Mit engen Beinenden oder mit weiten Beinenden. Der Bereich bis Schritthöhe ist identisch geschnitten. Ich verwende den Schnitt für die breiten Beinenden, mache diese aber 8cm im Umfang schmaler. Weil 60cm sind definitiv zu viel :-)

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03. - 04. März: Flat Caps

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Aus Stoffresten habe ich mir übers Wochenende drei Flatcaps genäht. Dazu kam der Schnitt der Florent Cap zum Einsatz:
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Den Schnitt bekommt man passgenau, wenn man vorher ein Profil anlegt und sein Kopfmaß angibt. Es sieht überschaubar aus, das richtig zusammenzunähen ist aber nicht einfach. Bei der ersten Kappe habe ich noch einiges falsch gemacht. Tragbar ist sie trotzdem.
Ich zeige das anhand der Jeans-Kappe, da man es hier besonders gut erkennen kann.

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27. Februar - 1. März: Merino-Feinwalk-Pullover

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   Um einen alten Fleece-Pullover zu ersetzen und so wieder ein Stück Plastik aus meinem Kleiderschrank zu verbannen, nähe ich mir einen Pullover. Der soll die gleichen, oder noch bessere Eigenschaften haben wie der Fleecepullover. Also leicht, bequem, wärmend, nicht zu dick, und schlicht. Mein alter Fleece-Pullover hat mal 6 Euro gekostet. Sowas kaufe ich längst nicht mehr.

Merino-Feinwalk habe gab es bei naturstoff.de. Das war ein 100-Euro Einkauf, und dabei noch ein preisreduziertes Reststück. Kein billiges Projekt also.

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Der gute Stoff wurde erst mal vorgewaschen um ihn dabei zu imprägnieren, er riecht nämlich überhaupt nicht nach Schaf :-). Der Stoff ist dabei von 195cm Länge auf 160cm eingelaufen, also um 15%! Mit um die 5% hätte ich ja gerechnet. Die 160cm Länge reichen nun gerade so aus. Wahrscheinlich wurde der Stoff zu lange eingeweicht. Auf Rückfrage bei naturstoff.de kamen folgende Empfehlungen: Pflegeanleitung. Anscheinend kann man Wolle nach dem trocknen aber auch wieder dehnen.
Möglich, dass es am Einlaufen liegt, wodurch das Material ja noch verdichtet wurde, und am imprägniern mit Wollwachs, es ist jedenfalls sehr stark wasserabweisend. Mit einer Blumenspritze richtig nass besprüht und dann ordentlich zwischen den Händen 'geklatscht', die Rückseite blieb trocken. Das funktioniert anscheinend noch besser als beim Lodenstoff (da darf man nicht zu viel drauf batschen). Damit kann man bei Regen nur im Pullover Fahrrad fahren, passende Temperaturen vorausgesetzt.
In der Zwischenzeit denke ich über das Design nach. Einige Schnitte sind schon gesammelt.

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21. - 26. Februar: Feincord-Jacke

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Dieses Projekt ist letztes Jahr liegen geblieben, das Material lag also schon bereit. Auch die Schablonen hatte ich schon fertig.
Es handelt sich um dunkelblauen Feincord aus Baumwolle (sammelt jeden Fussel auf...). 3 Meter für 28 Euro. Dazu hatte ich noch dünnes Bügelvlies bestellt, das ich im Kragenbereich doppelt aufbügele. Schulterpolster gabs für unter 5 Euro in der Kurzwarenabteilung (in guter Auswahl, da war ich überrascht), Knöpfe gab es günstig auf einem Flohmarkt irgendwann letzten Sommer. Gesamtkosten bisher knapp 45 Euro. Das ist also ein günstiges 'Lernprojekt'
Das Schnittmuster ist ein Burda-Style 134 von April 2013. Der Aufwand ist hoch, schon zwei Abende bin ich nur mit Zuschnitten beschäftigt. Ich schneide jedes Teil einzeln zu, im Bruch gefaltet ist mir das zu ungenau.
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11. Februar: Mein Fazit zu Loden als Alltagsstoff, und meine neue Lodenhose

Es ist schon fast ein Jahr her, dass ich mir eine Jacke und eine Weste aus Loden genäht hatte. Diese beiden Teile habe ich seit dem ständig im Einsatz, von zu warmen Wetterlagen mal abgesehen. Aber die Wetterreichweite ist sehr groß. Von winterlichen Schneeschauern über frühsommerliche Regengüsse bis zu windigen Herbsttagen, ich bin restlos zufrieden mit den Teilen. Fahrradfahren an nassen Tagen? Kein Problem (auf meinen Kurzstrecken, längere Touren bin ich noch nicht gefahren). Bisher ging der Regen nicht durch, gleichzeitig zieht aber die Luft immer leicht durchs Gewebe und transportiert den Schweiss ab. Das ist fantastisch, Schwitzen war gestern. Die Weste wärmt auch zu Hause auf dem Sofa an kühlen Abenden gut.

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2017

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11. April: Tretmechanik des Pfaff 31 Tisches geschmiert

Während ich die Shorts genäht habe, ging die Maschine plötzlich schwergängig. Ich war aber sicher, die Pfaff 31 hat genug Öl, an der kanns nicht liegen. Also mal die Tretmechanik beäugt und ein bisschen Ballistol auf die verdächtigen Stellen gegeben. Schon ging es leichter, für 30 Sekunden. Dann fing da was an zu rappeln. Das Öl hatte wohl die verharzten Kugeln im Kugellager des großen Schwungrads gelöst und nun purzelte da alles durcheinander. Ich konnte das Lager provisorisch einstellen, aber musste da mal richtig dran.
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So sieht das Schwungrad aus, zusammengebaut und auseinandergenommen. Die Achse ist raus, man sieht die Kugeln. Die stecken in einem Käfigring, purzeln also auch nicht raus. Die eingepresste Abdeckscheibe habe ich schön an ihrem Platz gelassen, was ich nicht ersetzen kann, fasse ich nicht an. Mit Bremsenreiniger und Zahnbürste habe ich dann den alten Schmodder rausgespült.

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06. - 09. April: Shorts, eine erste Serie

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Um mal eine Alternative zu gekaufter Wäsche zu haben, nähe ich mir eine Serie Shorts, also Unterwäsche. Mit dem Boxershorts-Schnittmuster:
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habe ich eine Probeshorts genäht, dabei kam oller Futterstoff in Verwendung.
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04. April: Schnittkonstruktion für Herrenkleidung

Ich habe ein neues Buch gekauft: Metric Pattern Cutting for Menswear (Englisch) von Winifred Aldrich
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Das Buch kommt gleich ohne Geschwafel auf den Punkt. Einfache Grundmuster, übertragen auf die eigenen (bzw. angestrebten) Körpermaße, und daraus werden dann verschiedene Kleidungsstücke abgeleitet. Schon auf Seite 30 ist man bei einer Jeansjacke angelangt. Allgemeingültige Details wie Kragenformen und Ärmelbünde sind weiter hinten im Buch angelegt und darauf wird jeweils verwiesen.
Was im Buch nicht umfassend erklärt wird, wie das Schnittmuster konkret umzusetzen ist. Da muss man selber ran. Dafür gibts Nähanleitungen zu Schnittmustern oft zum freien Download. Oder Blogs von begeisterten Näher/-Innen.
Mit dem Buch konstruiere ich mir ein erstes Schnittmuster: Boxershorts. Ich weiss, es gibt fertige Schnittmuster, aber ich möchte mich mit den Grundlagen beschäftigen, und das ist ein sanfter Einstieg. Ein erstes Ergebnis sieht man auf dem Foto oben. Das teste ich jetzt mit einer Probeshorts aus Stoffresten.

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02. April: Flohmarktfund Pfaff 30

Nein ich bin kein Sammler!
Eine Pfaff 30 an einem Flohmarktstand? Hmmm, brauch ich nicht, aber mal gucken.
Oh die ist aber schön unter der Schmutzschicht. Greifer, Kapsel, alles komplett. Kein Zubehör.
Nein ich bin kein Sammler!
Ich brauche die nicht.
Also gut, für 10 Euro bekomme ich die eh nicht.
Ach doch?
Mist!
Aber ich bin doch kein Sammler.
Was mache ich jetzt damit?

Gereinigt, geölt, läuft.
Hier der Fundzustand:
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29. März - 02. April: Bilderstrecke Jeans nähen

Hier gibts einfach nur eine Bildersammlung, wie ich meine Jeans genäht habe.
Übrigens habe ich jedes Teil nach dem Zuschnitt zuerst komplett rundum mit ZickZack umsäumt. Das hat sich als sehr hilfreich erwiesen. Als Garn verwende ich dazu einen 75er Rasant, einfach weil ich davon noch Unmengen habe. Für die Jeansnähte verwende ich Gütermann 50er Jeansgarn Nr. 412 und als Unterfaden 40er Maschinengarn, wovon ich einen großen Konus mal günstig bekommen habe. Die Fadenspannung ist so eingestellt, dass der Jeansfaden unten immer ein bisschen sichtbar wird, so kommt der Unterfaden sicher nie oben zum Vorschein. Um die Stichlänge einzustellen habe ich Probenähte auf Zuschnittresten genäht und mit bestehenden Jeans verglichen. Da fanden sich aber auch Nähte mit unterschiedlichen Stichlängen, also ist es wohl eher Geschmackssache.
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26. März: Schnittmuster- Probehose für eine Jeans.

Ich möchte mir eine Jeans nähen und habe dafür das Schnittmuster 'Kwik Sew 3504 Jeans' und guten Bio-Jeansstoff gekauft. Um am guten Stoff Fehler zu vermeiden, nähe ich zuerst mal eine Probehose aus einem der alten Bettücher, die ich noch im Schrank habe. Die habe ich dann hinterher hellgrau eingefärbt.
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Mein Kommentar zum 'Kwik Sew 3504 Jeans' Schnittmuster:
Ein guter Schnitt, aber die Größenangaben stimmen nicht. Ich bin normalerweise L-XL, aber musste den Schnitt in M verwenden. Wenn ich 5kg abnehmen würde, bräuchte ich auch am Gürtelbund keine Anpassung zu machen. Da drauf muss man erst mal kommen, ich habe mich zum Glück von den Größenangaben gelöst und genau nachgemessen und auch mit bestehenden Jeans verglichen.
Aber in der richtigen Größe sitzt die Hose perfekt. Die Beinlänge sollte man beim Zuschnitt länger lassen und am Schluss anpassen. Die Anleitung ist nicht optimal, einige Zeichnungen sind kaum zu erkennen und somit schwer verständlich. Aber es gibt einige gut bebilderte und beschriebene Blogs im Internet, die sehr hilfreich sind (alles auf Englisch, man sollte es also verstehen können und sich etwas einlesen).
Nähanfänger sollten aber mit etwas einfacherem anfangen. Wenn man die Nähte nicht sehr genau hinbekommt, sieht es nicht gut aus. Jeans lebt von exakten Ziernähten.

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25. März: Der Verschwindetrick-Tisch

Ich bin es Leid, größere Taten auf dem Boden kriechend zu verbringen, ich brauche einen großen Tisch. Leider habe ich keinen Platz dafür. Es sei denn, der Tisch kann einen Verschwindetrick :-)
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22. März: Nähprobe mit der Pfaff 31

Die Pfaff 31 macht schöne Stiche, auch auf dickem Stoff. Wobei viele Maschinen versagen: Quer über eine dicke Nahtwulst nähen. Da gibts dann gleich Aussetzer. Auch die Pfaff 260 hat damit Probleme. Der Test: Eine Nahtwulst aus 6 Lagen robustem, dicht gewebtem Stoff. Das Ergebnis finde ich überzeugend:
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Nur beim Anfahren der Nahtkante musste ich nachschieben. Später habe ich noch den Anpressdruck des Fusses verringert, dann ging es leichter über die Kante hinweg.
Es gibt aber auch noch die Möglichkeit, eine geschlitzte Unterlage unter den Fuss zu legen, bevor dieser auf die Nahtkante trifft. Z.B. aus dünnem Sperrholz.
Interessant am Rande: Der Anpressdruck des Fusses lässt sich ohne Werkzeug oben über eine Regulierschraube verstellen. Bei der Pfaff 260 muss man dafür den Deckel abheben und braucht einen großen Schraubendreher. Am besten war es bei der alten Privileg gelöst, da konnte man einfach einen Knopf mehr oder weniger weit herunterdrücken.

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19. März: Eine Pfaff 31 für meinen Nähplatz

Die Pfaff 31 brauchte ich nicht unbedingt, aber ich wollte eine haben. Die haben damals bei Pfaff ewig haltbare Nähmaschinen gebaut. Meine ist von 1932, also nun 85 Jahre alt. Ich habe nach Originalanleitung nur die Mechanik gereinigt (da war viel Dreck drin, genäht hat sie aber noch vor der Reinigung) und geölt und sie läuft wie frisch ausm Laden. Die Aussenflächen habe ich nur mit WD40 abgerieben. Der Lack ist schon etwas stumpf und hat stellenweise Orangenhaut.
Dazu gab es natürlich auch einen Tisch mit Tretantrieb. Den habe ich nur mit Haushaltsmitteln gereinigt und mit Antikwachs gewachst. Ein bisschen Zubehör gabs auch noch.
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18. März: Upcycling Shirt

Ich habe noch jahrzehntealte Betttücher im Schrank, allerfeinste Qualität, sehr fest gewebt. Daraus lässt sich doch bestimmt ein schickes Shirt nähen. Hier kam wieder das Schnittmuster für die Zeeland Zipperjacke zum Einsatz. Das Shirt habe ich anschliessend noch Capuccinobraun gefärbt.
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14. März: Ich richte mir endlich wieder einen festen Nähplatz ein

Mein Nähplatz entsteht im Schlafzimmer, da kann ich eine Wand von 2 Metern Länge umgestalten. Bilder davon kommen später, es ist noch nicht so weit.
Nun habe ich erst mal nach einem stabilen Nähmaschinentisch für meine Pfaff gesucht. Und in den Kleinanzeigen gefunden, komplett mit alter Pfaff 260, einer Tasche voll Garnen und Reißverschlüssen, und einigem Zubehör. Unter dem Tisch werkelt ein Kobold-Motor, der wohl erst ein paar Jahre alt ist. Er wurde mal gegen den Pfaff Originalmotor getauscht, den ich als Defektteil auch noch bekommen habe. Das alles stammt aus der Schneiderwerkstatt eines inzwischen verstorbenen Schneiders, der dort gearbeitet hat bis er blind wurde. Bild

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12. März: 'Neue' Nähmaschine

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Abschiedsfoto von der Privileg
Meine alte Privileg Nähmaschine hat es eigentlich ganz gut getan, bis ich neue Nadeln kaufen musste. Damit waren viele Fadenaussetzer zu verzeichnen. Mal ein bisschen genauer geguckt und huch: Die Maschine hat total verschlissene Lagerungen. An den Lärm hatte ich mich ja gewöhnt, die klappert und rasselt wie ein Weltmeister mit Asthma.

Aber ich hab ja noch einen Ersatz im Schrank. Der lag da aber auch schon 10 Jahre. Ein ehemaliger Sperrmüllfund: Eine Pfaff 260. Der hatte ich schon mal einen Huckepack-Motor verpasst, aber sie lief halt auch nie wirklich rund. Die Probleme durch Verharzung alten Öls scheinen typisch. Solange die Privileg noch lief, musste ich da nicht dran. Jetzt aber. Im Internet fand ich nach langer Suche auch Serviceunterlagen dazu. Ich hab erst tropfenweise Waschbenzin in die Schmieröffnungen und drumherum und alle Lager gegeben und die Maschine langsam drehen lassen, bis das Harz sich verflüssigte. Dann Ballistol reichlich auf die Lager und nach einer Weile lief sie dann geschmeidig. Mit Hilfe der Serviceunterlagen konnte ich dann alle Einstellungen und vor allem die Nadelsymmetrie verbessern. Und nun läuft sie. Und wie leise! Die schnurrt sehr geschmeidig und macht schöne Nähte.
Ich hab jetzt noch eine neue Spulenkapsel, Spulen und eine LED-Lampe bestellt.
Und schliesslich brauchte ich noch einen guten Untersatz für die Pfaff. Den habe ich aus Holz gebaut mit einem kleinen Kistchen für Kleinkram. Die linke Seite ist offen, dort komme ich gut an die Spulenkapsel ran. Die ist bei der Pfaff ja nicht von oben erreichbar, das ging bei der Privileg.
Ich richte mir jetzt mal einen festen Nähplatz im Schlafzimmer ein. Da kommt dann noch ein Neuerwerb dazu...

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28. Februar: Loden Upcycling: Fertige Jacke und Weste!

Aus zwei Trachtenlodenmänteln habe ich mir übers Wochenende zwei moderne Teile genäht.

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23. Februar: Loden aufbereiten und imprägnieren.

So bereite ich mir Lodenstoff von alten Mänteln auf.

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20. Februar: Lodenjacke

Für ein erstes Lodenjackenprojekt habe ich mir das Schnittmuster für die Zeeland Zipperjacke besorgt. Ich verwende die Kragenversion ohne Kapuze. Die Jacke soll mehr die Eigenschaften eines Pullovers als die einer Jacke haben, also leicht und bequem sein. Bei mildem Wetter oder moderater körperlicher Anstrengung (Rad fahren, Gartenarbeit...) ist dann keine weitere Jacke mehr nötig. Dann kann die Wolle ihre Stärken ausspielen und ungestört für ein ausgeglichenes Körperklima sorgen.

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Den Schnitt habe ich auf Packpapier übertragen in der Grösse, die mir am nächsten kommt, und dann angepasst. Die Ärmel habe ich verändert: Ich musste sie verlängern und die Ärmelenden weiter machen, da sich das Lodenmaterial ja nicht dehnt. Ausserdem wollte ich vorgeformte Ärmel, also so dass die auf leicht angewinkelte Ellenbogen angepasst sind. Dazu habe ich die Schablone längs geteilt in vordere und hintere Hälfte. Die hintere Hälfte habe ich zwei mal um 2cm verlängert, einmal oberhalb des Ellenbogens und einmal unterhalb. Jetzt kann ich also 2 Keile je Kante zu 1cm Höhe abnähen, und komme damit wieder auf die ursprüngliche Kantenlänge. Dann passt es mit dem Vorderteil zusammen.
Alle Säume werden 5cm breit ausgeführt, das hat optische Gründe. Ärmelenden und der untere Saum werden dafür nicht einfach umgeschlagen, sondern mit Besätzen belegt, mit dem gleichen Innenstoff, den ich auch am Kragen verwenden will. So kann ich erst eine Anprobe machen, ggf. die Längen korrigieren, und dann die Besätze passend anbringen.
Den Rücken habe ich verlängert, damit der bis über den Po reicht. Also insgesamt wird das eine möglichst schlichte Jacke.

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16. Februar: Upcycling Lodenstoff. Und der neue alte Wolltrend.

Ich möchte mir Kleidung aus Loden nähen. Loden hat einfach ganz spezielle Vorzüge (ist aber auch kein Wundermittel). Wolle liegt im Trend, Plastik ist out. Leider ist es wie es so oft ist: Wenn Tierprodukte auf dem Markt gefragt werden, ist es wichtig, sich über die ethischen Maßstäbe der Hersteller zu informieren.

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